Am 25. August 2006 feierten wir ein großes Kinderfest zum Abschied der Bibby Altona. Der Film dokumentiert die Arbeit der ersten zehn Jahre und gibt einen kleinen Einblick in das Leben auf den Schiffen. Wir haben ihn wieder entdeckt als wir hörten, dass in Hamburg wieder über neue “Wohnschiffe” für Geflüchtete nachgedacht wird.

Unterstützer_innen

Unsere Arbeit wird derzeit ermöglicht von
  • vielen Spender_innen und Freund_innen
  • der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg
  • der BürgerStiftung Hamburg
  • der Jürgen Senpiel Stiftung
  • der preuschhofstiftung
  • der Stiftung :do
  • terre des hommes Eine Liste all unserer Partner_innen seit Beginn unserer Arbeit findet sich hier.
    Vielen Dank!
  • Jahresbericht 2016

    Vorab

    Das Wohnschiffprojekt Altona setzt sich seit 20 Jahren für den Schutz, die Unterstützung und die Förderung von jungen Geflüchteten in Hamburg ein. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt derzeit in den lagerähnlichen Unterkünften Billstieg und Berzeliusstraße. Die Angebote sind dabei in der Regel so konzipiert, dass die Kinder und Jugendlichen, wo immer es sich anbietet, aus der Unterkunft heraus die Hansestadt erkunden.

    Die Durchführung der Angebote wäre nicht möglich ohne vielfältige Unterstützung. Neben der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration wurde die Arbeit des Wohnschiffprojekts im vergangenen Jahr von der Aktion Mensch, der BürgerStiftung Hamburg, der Jovita Kinder- und Jugendstiftung, der Paul- und Helmi-Nitsch-Stiftung, der preuschhofstiftung, Radio Hamburg Hörer helfen Kindern e.V., der Jürgen Sengpiel Stiftung, der Stiftung :do, terre des hommes und vielen privaten Spender_innen, darunter einige Hamburger Firmen, ermöglicht. Dank dieser Hilfe kann das Wohnschiffprojekt derzeit Angebote für Kinder und Jugendliche aus den Unterkünften im Billstieg und der Berzeliusstraße, in Curslacker Neuer Deich und in Alsterberg durchführen. Darüber hinaus können überregionale Kurse, Feste und Reisen realisiert werden.

    Im vergangenen Jahr konnten wir zu Beginn 19, später 16 wöchentliche Kurse anbieten, hinzu kamen wieder monatliche Angebote und die einmaligen Angebote wie Sommer- und Weihnachts-Feste und zwei Reisen.

    Auch im vergangenen Jahr zeigte sich in Gesprächen in den Angeboten immer wieder, wie hoch die Belastung der Menschen in den Wohnunterkünften ist. Abschiebungen und erzwungene „freiwillige Ausreisen“ gehören zum traurigen Alltag. Gerade bei den Jugendlichen aus Afghanistan hat die Angst vor einer Abschiebung stark zugenommen, seit angekündigt wurde, dass in dieses Krisengebiet abgeschoben werden soll.

    Projektverlauf und Neuerungen 2016

    Die Angebote des Wohnschiffprojekts sind heute allesamt etabliert und werden sehr gut angenommen.

    Nach dem Ende des Aktion Mensch-geförderten Angebotpakets „Mein Recht da zu sein“ im Billstieg konnte für viele der Angebote eine Anschlussförderung gefunden werden. Aus der Erfahrung heraus wurden die Angebote dafür noch einmal kritisch besprochen und weiterentwickelt.

    Das Mädchenschwimmen für Mädchen aus dem Billstieg wurde zu Gunsten eines offenen Mädchenangebots eingestellt, da dies aufgrund der veränderten Bewohner_innengruppen im Billstieg sinnvoll schien. Das neue Angebot wurde von den Mädchen im Billstieg schnell sehr gut angenommen, die Erfahrungen aus dem Ende 2015 gestarteten Mädchenangebot in der Berzeliusstraße halfen bei der Konzipierung des neuen Angebots.

    Im Theaterprojekt „Liebe in Zeiten von Egoshootern“ wuchsen die Jugendlichen im Probeprozess in das Theater Spielen hinein und entwickelten gemeinsam ein Stück. Entgegen unseren ersten Planungen endete dieser nicht mit einer öffentlichen Aufführung. Aufgrund der entstandenen Gemeinschaft und der Begeisterung bei den Teilnehmenden sind wir dennoch sehr zufrieden mit dem Theaterkurs. Die Priorität der Teilnehmenden lag hier interessanterweise auf dem gemeinsamen Spielen und Entwickeln.

    Das im Sommer 2015 gestartete Projekt „Erste Schritte“ mit und für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge konnte erfolgreich weiter geführt werden. Es hat sich im Jahr 2016 zu einer festen Größe in den Angeboten des Wohnschiffprojekts entwickelt. Hier bieten wir den teilnehmenden Jugendlichen eine Plattform um sich selbst zu stärken. Nach dem Motto Hilfe zur Selbsthilfe werden Probleme gemeinsam angegangen und Jugendliche, die schon länger in Hamburg sind, unterstützen die „Neuen“.

    Die im Rahmen der Projekterweiterung in die Berzeliusstraße neu gestarteten Angebote etablierten sich schon zu Beginn des Jahres. Auch die Vernetzung mit fördern & wohnen und den anderen dort arbeitenden Trägern ist sehr gut. Leider endeten im vergangenen Jahr das Engagement der Stern-Redaktion sowie einige von Freiwilligen angebotene Freizeitangebote.

    Das Weihnachtsfest bot wieder einen guten Jahresabschluss im Haus der Familie. Da es auch von den Teilnehmer_innen der neuen Angebote und ihren Familien sehr gut angenommen wurde war der Raum gerade noch ausreichend.

    Das Team meisterte im vergangenen Jahr einige Herausforderungen. Nach der Projekterweiterung konnten viele neue Mitarbeiter_innen ins Team integriert werden. Hier musste ein Erfahrungsaustausch sichergestellt werden und ein Zusammenwachsen alter und neuer Mitarbeiter_innen musste unterstützt werden. Nachdem das Wohnschiffprojekt seit vergangenem Jahr endlich eine eigene Kinderschutzfachkraft hat, konnte das Wissen um Kindeswohlgefährdung in zwei Konzeptabenden weitergegeben werden. Im Team wurde das sehr gut aufgenommen.