Am 25. August 2006 feierten wir ein großes Kinderfest zum Abschied der Bibby Altona. Der Film dokumentiert die Arbeit der ersten zehn Jahre und gibt einen kleinen Einblick in das Leben auf den Schiffen. Wir haben ihn wieder entdeckt als wir hörten, dass in Hamburg wieder über neue “Wohnschiffe” für Geflüchtete nachgedacht wird.

Unterstützer_innen

Unsere Arbeit wird derzeit ermöglicht von

  • vielen Spender_innen und Freund_innen
  • der Aktion Mensch
  • der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg
  • der BürgerStiftung Hamburg
  • Conley's Helps!
  • der HIT Stiftung
  • der Jovita Kinder- und Jugendstiftung
  • der Jürgen Senpiel Stiftung
  • der preuschhofstiftung
  • der Ruckriegel Stiftung
  • der Sebastian Cobler Stiftung
  • dem Spendenparlament Hamburg
  • der Stiftung :do
  • der Stiftung Maritim Hermann & Milena Ebel
  • terre des hommes
    Eine Liste all unserer Partner_innen seit Beginn unserer Arbeit findet sich hier.
    Vielen Dank!

  • Jahresbericht 2015

    Vorab

    Seit rund 20 Jahren arbeitet das Wohnschiffprojekt Altona mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen in Hamburg.
    Nachdem im September 2006 die Unterbringung auf „Wohnschiffen“ in Hamburg vorerst endete und die Zentrale Erstaufnahme in diesem Zusammenhang in das Lager Horst in Mecklenburg-Vorpommern verlegt wurde, machte das Projekt seine letzte große Umstellung. Heute arbeitet das Wohnschiffprojekt vor allem in verschiedenen lagerähnlichen Folgeunterkünften in Hamburg, wobei viele Angebote aus der Unterkunft heraus und in die Stadt gehen. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem Billstieg und der Berzelisstraße, die zu den größten Unterkünften in Hamburg gehören.

    Neben der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration wurde die Arbeit des Wohnschiffprojekts im vergangenen Jahr von der Aktion Mensch, der BürgerStiftung Hamburg, Conleys Helps! e.V., dem Hamburger Spendenparlament, der HIT Stiftung, der Jovita Kinder- und Jugendstiftung, der Preuschhof-Stiftung, der Ruckriegel Stiftung, der Jürgen Sengpiel Stiftung, der Stiftung Maritim Hermann & Martina Ebel, der Stiftung :do, der Sebastian Cobler Stiftung, terre des hommes und vielen privaten Spender_innen ermöglicht.
    So war es uns möglich Angebote in den lagerähnlichen Unterkünften im Billstieg und der Berzeliusstraße, Curslacker Neuer Deich und Alsterberg durchzuführen, sowie überregionale Kurse in Altona, das Schlittschuhlaufen in Planten und Blomen und das Projekt „Erste Schritte“ für Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge.

    Projektverlauf und Neuerungen

    Im Jahr 2015 konnten wir 19 wöchentliche Angebote durchführen, hinzu kamen monatliche Angebote und einmalige Angebote wie Feste und Reisen.
    Dabei lassen sich klare Schwerpunkte in der Bildungsarbeit und in der Durchführung von Freizeitangeboten, die in die neue Heimat Hamburg hinein gehen ausmachen.
    Beim Schaffen neuer Angebote, aber auch bei der Weiterentwicklung der Bestehenden binden wir die Kinder und Jugendlichen wenn möglich ebenso in die Planung mit ein, wie andere Träger und auch fördern & wohnen. So können wir die Angebote nah am Bedarf der Zielgruppe entwickeln und jede Zielgruppe nach ihrem Bedarf fördern.

    Die bestehenden Angebote sind heute an allen Standorten etabliert und werden sehr gut angenommen.

    In unserem neuen Büro in der Werkstatt 3 sind wir nun ganz angekommen. Das Arbeitsumfeld bietet zudem die Möglichkeit sich noch besser zu vernetzen – für Treffen stehen gute Räume zur Verfügung und durch den Kontakt mit den anderen Vereinen im Haus entsteht die Vernetzung quasi automatisch. Auch wenn viele von diesen zu anderen Themen arbeiten, liefert dieser Austausch immer wieder wertvolle Impulse.
    Nachdem das Maskentheaterprojekt am Billstieg im Frühjahr 2015 auslief war klar, dass die Jugendlichen großen Bedarf an einem weiteren Theaterprojekt haben. In Absprache mit den Mitarbeiter_innen entschieden wir kein Theaterprojekt in Wilhelmsburg zu starten, sondern planten stattdessen, zusammen mit den Jugendlichen aus dem Billstieg, das Theaterprojekt „Liebe in Zeiten von Egoshootern“.

    Im Sommer 2015 konnten wir das Projekt „Erste Schritte“ mit und für Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge in Hamburg starten. Mit diesem Projekt bieten wir den teilnehmenden Jugendlichen eine Plattform, um sich selbst zu stärken. Nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe werden Probleme gemeinsam angegangen und Jugendliche, die schon länger in Hamburg sind, sollen die „Neuen“ unterstützen (können).

    Die Förderung der BASFI ermöglichte zum Ende des Jahres eine Projekterweiterung. Vier neue Angebote in der Berzeliusstraße entstanden.

    Wie immer war das Weihnachtsfest ein guter Abschluss des Jahres. Wir konnten dieses wie im Vorjahr wieder im Haus der Familie feiern. Wie in den Vorjahren legten wir es auf einen Samstag, so dass die Kinder vom Schlittschuhlaufen und aus dem Mädchenschwimmen direkt aus den Angeboten kommen konnten. Da wieder alle Kinder und Jugendlichen aus den Angeboten sowie ihre Eltern und Geschwister eingeladen waren, organisierten wir wieder eine gemeinsame Anreise aus dem Billstieg, die von einer großen Gruppe genutzt wurde. Der Raum im Haus der Familien hat sich bewährt und ermöglicht ein weiteres Wachsen des Festes – durch die Anordnung (im Prinzip alles in einem Raum) kann der Überblick besser behalten werden, durch geschicktes Stellen der Tische kann gleichzeitig eine Fläche für Spiel und Tanz für die Kinder und Jugendlichen und ein Raum zum Sitzen und zum Austausch mit den Eltern geschaffen werden.

    Der Bedarf an Angeboten, wie sie das Wohnschiffprojekt durchführt, ist nach wie vor sehr hoch. So lange es die Unterbringung von Flüchtlingsfamilien in lagerähnlichen Unterkünften gibt, wird sich an dieser Tatsache auch nichts ändern. Leider wird es nicht möglich sein Angebote zu schaffen, die die mit der Wohnsituation einher gehenden negativen Folgen ausreichend abfedern. Dennoch und gerade deshalb sind der Erhalt der bestehenden Angebote und eine Erweiterung auch an neuen Standorten so wichtig. Die durch das engagierte Team und die geringe Größe des Vereins Wohnschiffprojekt Altona e.V. mögliche Flexibilität erwies sich hier auch im vergangenen Jahr wieder als Stärke.