Am 25. August 2006 feierten wir ein großes Kinderfest zum Abschied der Bibby Altona. Der Film dokumentiert die Arbeit der ersten zehn Jahre und gibt einen kleinen Einblick in das Leben auf den Schiffen. Wir haben ihn wieder entdeckt als wir hörten, dass in Hamburg wieder über neue “Wohnschiffe” für Geflüchtete nachgedacht wird.

Unterstützer_innen

Unsere Arbeit wird derzeit ermöglicht von
  • vielen Spender_innen und Freund_innen
  • der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg
  • der BürgerStiftung Hamburg
  • der Jürgen Senpiel Stiftung
  • der preuschhofstiftung
  • der Stiftung :do
  • terre des hommes Eine Liste all unserer Partner_innen seit Beginn unserer Arbeit findet sich hier.
    Vielen Dank!
  • Wer will mit uns auf Kaperfahrt fahren – das müssen mutige Mädchen sein…

    Bericht von der Mädchenreise 2017

    Vom 22.-26. Mai haben 26 Mädchen mit vier Betreuerinnen auf einem alten Zweimaster die dänische Südsee erobert. Los ging es in Kiel, in Holtenau am Tiessenkai. Während der Anreise mit Zug und Bahn gab es genügend Zeit zum Frühstücken und um die Kojen untereinander aufzuteilen. Am Schiff angekommen haben wir zunächst unser Proviant an Board verstaut. Danach hat uns die Crew des Schiffes Willkommen geheißen und uns eine Einführung in das Schiff und den Ablauf der nächsten Tage auf See gegeben. Die Crew bestand aus einem Kapitän und einer Matrosin, Sie haben das Wetter und die Navigation im Auge behalten, das Leben an Bord zu organisieren lag an uns. Abfahrtzeit war jeden morgen 10 Uhr. Das heißt, dass die Frühstücks Crew bereits früh auf den Beinen war, damit um zehn schon wieder alle satt und die Küche seefest gemacht worden war. Dann folgte stets die Lagebesprechung auf dem Hinterdeck – wie ist das Wetter, wie steht der Wind, welche Segel werden wir heute setzen, und vor allem: wo geht es hin. Kaum hatten wir den Hafen verlassen, ging es auch schon ans Segelsetzen, ein Unterfangen, das unsere ganze Seefrauenkraft erforderte. Wir haben uns in zwei Gruppen auf beiden Seiten des Decks verteilt und zusammen und mit „Hau-Ruck“ die großen Segel die Masten heraufgezogen. Angeleitet durch die Crew, lernten wir in während der Tagen die richtigen Techniken, die Sicherheitsregeln, später das Seile knüpfen und navigieren alles, was es braucht um eine Woche auf der Ostsee unterwegs sein zu können.

    Am ersten Tag sind wir aus der Kieler Förde gesegelt bis Schleimünde, einem ruhigen kleinen Hafen mit anliegendem Naturschutzgebiet an der Mündung der Schlei. Wir hatten ruhige See aber genug Wind um zu Segeln.

    Je nach Wind hatten wir oft alle Hände voll zu tun, das Schiff zu wenden, zu halsen oder vom Wind zu nehmen. Am zweiten Tag haben wir morgens die Segel gesetzt, sie dann auf Höhe von Mastholm wieder eingeholt, da die Fahrrinne hier sehr eng wurde und wir zwischen den grünen und roten Bojen genau durchfahren mussten. Dieses Nadelöhr überwunden hieß es erneut „Segel setzten“. Am frühen Abend sind wir dann Farborg angekommen. Dank des guten Wetters waren wir auf unserer Reise nur einen Tag mit Seekrankheit konfrontiert. Auf unserm Weg von Farborg nach Stryno kam die See gegen Mittag ins Wogen und hat uns für einen Moment ziemlich durchgeschüttelt. Wir haben uns Tapfer geschlagen und konnten nachdem sich de See gelegt hatte den Rest der Tage unsere Zeit an Deck mit Musik hören, tanzen oder einer Kletterpartie in der Takelage genießen – sehr angenehm. Die Abende verbrachten wir immer im Hafen, wo sich nach dem Verpacken der Segel ein regelrechter Wettbewerb darum entspann, wer das beste Abendessen zubereitet. Am Ende haben sich dann alle selbst übertroffen. Oft saßen wir nach dem Essen noch satt und müde im Schiffsbauch zusammen, um Spiele zu spielen, sich zu unterhalten und die Fotos des Tages zu begutachten.

     

     

     

     

    Auf Stryno standen am Hafen Fahrräder für Gäste bereit und wir könnten Quer über die Insel Radeln, das kleine Dorf und die Wege erforschen. Nach und nach sind dann alle in ihren kleinen Kojen verschwunden, weil: segeln macht auch sehr müde.

    Als das Schiff am Ende der Woche wieder in den Hafen von Kiel einlief standen da 26 zufriedene Mädchen mit leichtem Sonnenbrand und dem ein oder anderen Pflaster an den Händen. Zufrieden, weil eine Woche auf dem Meer den Stress zu Hause vergessen lässt und weil es Spaß gemacht hat zu merken, dass nicht nur starke Männer segeln können, sondern dass auch Piratinnen die Welt erobern können.

    Wir danken terre des hommes für die Unterstützung der Mädchenreise!

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