Am 25. August 2006 feierten wir ein großes Kinderfest zum Abschied der Bibby Altona. Der Film dokumentiert die Arbeit der ersten zehn Jahre und gibt einen kleinen Einblick in das Leben auf den Schiffen. Wir haben ihn wieder entdeckt als wir hörten, dass in Hamburg wieder über neue “Wohnschiffe” für Geflüchtete nachgedacht wird.

Unterstützer_innen

Unsere Arbeit wird derzeit ermöglicht von
  • vielen Spender_innen und Freund_innen
  • der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration Hamburg
  • der BürgerStiftung Hamburg
  • der Jürgen Senpiel Stiftung
  • der preuschhofstiftung
  • der Stiftung :do
  • terre des hommes Eine Liste all unserer Partner_innen seit Beginn unserer Arbeit findet sich hier.
    Vielen Dank!
  • „Freiwillige“ Ausreise oder es gibt keine Feen – neue Broschüre!

    Titelbild "Freiwillige" Ausreise oder es gibt keine Feen

    Im April 2012 richteten wir spontan einen Fotoworkshop ein, der die „Freiwillige“ Ausreise von Familie S. begleitete.

    Aus der Broschüre:

    Familie S. war seit siebzehn Monaten in Hamburg, als sie unter Druck gesetzt wurde, „freiwillig“ auszureisen.

    Der kleinste Sohn Anhel ist in Hamburg geboren. Die drei anderen Kinder waren eingeschult und sprechen und denken jetzt in deutsch. Sie wissen den Unterschied zwischen dem Leben hier und dem, das sie vorher hatten und zu dem sie zurück müssen, zu schätzen.

    Das Gefühl nicht ohnmächtig zugucken zu wollen, wie sie die letzten Tage hier verbringen, brachte mich auf die Idee mit den Kindern einen Fotoworkshop zu machen. Ich habe die Familie die letzten zehn Tage täglich besucht. Mit einem Fotoapparat, der uns spontan gespendet worden ist, konnten die Kinder in ihren Schulen, von allen ihren Freundinnen und Freuden, und von allem, an was sie sich gerne erinnern wollen, Fotos machen.

    Wir haben durch das Fotografieren versucht den Abschiedsschmerz zu thematisieren. In Worte und Bilder zu packen, die mitgeteilt und mitgenommen werden können. Durch bewusste positive Erinnerungen, den Schmerz etwas kleiner wirken zu lassen. Das Erlebnis das zweite Mal alles hinter sich lassen zu müssen, zu bearbeiten, in dem sich offen damit auseinandergesetzt wird. Auch hatten wir den Gedanken, ihren Schulklassen, ihren FreundInnen, LehrerInnen, den Roma UnterstützerInnen, allen die sich für ihr Bleiberecht eingesetzt haben, eine Erinnerung in Buchform zu geben.

    Aber auch für all die Anderen, die nicht teilnahmslos zugucken wollen, wie die Stadt Hamburg unsere Roma FreundInnen versucht verschwinden zu lassen, soll dieses Buch sein. Die Kinder wollen uns dieses kleine Heft mit ihren Gefühlen als Erinnerung und als Warnung schenken. Sie wollen nicht unsichtbar „freiwillig“ verschwunden sein.

    Abgeschobene verschwinden nicht.

    Ihre Gefühle auch nicht.
    Marily Stroux

    Danke an das Café Libertad Kollektiv eG, der preuschhof stiftung, der Stiftung :do, dem GEW Bleibereichtsausschuss und w2eu.info für die schnelle und unkomplizierte Unterstützung, die dieses Projekt möglich gemacht hat.

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